Redaktion Wintergarten Köln · Inhaltlich geprüft · Zuletzt aktualisiert: 24.07.2026
Laut Umweltbundesamt hält außenliegende Beschattung (Markisen, Rollläden, Jalousien) 80–90 % der Sonneneinstrahlung ab, innenliegende Systeme wie Plissees oder Rollos dagegen nur 5–45 %. Für ganzjährig genutzte Wohnwintergärten lohnt sich deshalb meist die Kombination aus außenliegendem Hauptschutz und innenliegender Feinregulierung.
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Ohne wirksamen Sonnenschutz heizt sich besonders ein ganzjährig genutzter Wohnwintergarten in Köln an sonnigen Tagen schnell auf – vor allem bei Süd- oder Westausrichtung. Dieser Ratgeber vergleicht die gängigen Beschattungssysteme und zeigt, welches System zu welchem Wintergarten-Typ passt.
Außenbeschattung vs. Innenbeschattung: die Faustregel
Außenliegender Sonnenschutz (Jalousien, Rollläden, Screens) erreicht einen Abminderungsfaktor FC von 0,1–0,2 und hält damit 80–90 % der Sonneneinstrahlung ab. Innenliegender Sonnenschutz (z. B. Rollos) hält dagegen nur 5–45 % der Sonneneinstrahlung ab, da er die Wärme erst zurückhält, nachdem sie bereits durch das Glas in den Raum gelangt ist. Quelle: Umweltbundesamt – „Gegen die Hitze".
Kurz gefasst: Die Außenbeschattung (Markise, Rollladen) hält 80–90 % der Sonneneinstrahlung vom Wintergarten fern, weil sie die Wärme schon vor der Verglasung abfängt. Die Innenbeschattung (Plissee, Jalousie) erreicht dagegen nur 5–45 %, da die Sonnenenergie bereits durch das Glas in den Raum gelangt ist, bevor sie zurückgehalten wird. Auch der Bundesverband Wintergarten – der Branchenverband der Wintergartenbauer – empfiehlt, Beschattung von Anfang an in die Planung einzubeziehen, statt sie erst nach der Montage nachzurüsten (Quelle: bundesverband-wintergarten.de).
Tipp: Kombinieren Sie außenliegenden Hauptschutz (Markise oder Rollladen) mit innenliegender Feinregulierung (Plissee oder Jalousie) – so lassen sich Aufheizung und Blendschutz unabhängig voneinander steuern.
Wintergartenmarkise
Speziell für Wintergarten-Dächer entwickelte Markisen laufen in Führungsschienen entlang der Dachneigung und bieten wirksamen, außenliegenden Sonnenschutz. Die meisten Modelle sind elektrisch per Funk oder Wandschalter bedienbar, teils mit Sonnen- und Windwächter für automatisches Ein- und Ausfahren. Sie lassen sich meist auch bei bestehenden Wintergärten nachrüsten.
Rollladen (Aufdach)
Ein Aufdach-Rollladen bietet neben Sonnenschutz zusätzlich Verdunkelung und Wärmedämmung in der Nacht bzw. im Winter – ein Vorteil gegenüber reinen Sonnenschutzsystemen wie der Markise. Auch hier ist ein elektrischer Antrieb Standard, oft kombinierbar mit einer zentralen Smart-Home-Steuerung.
Plissee
Plissees sind innenliegende, faltbare Stoffbahnen, die sich flexibel an die oft schrägen Glasflächen von Wintergärten anpassen lassen. Sie regulieren vor allem Blendschutz und Lichteinfall, weniger die Raumtemperatur.
Jalousien
Jalousien mit verstellbaren Lamellen erlauben eine feine Steuerung von Licht und Sichtschutz, sind aber wie Plissees innenliegend meist weniger wirksam gegen Aufheizung als außenliegende Systeme.
Sonnenschutzfolie
Eine nachträglich aufgebrachte Sonnenschutzfolie reduziert den Wärmedurchgang direkt am Glas – eine günstige Option, verändert aber die Optik der Verglasung und lässt sich später nur mit Aufwand wieder entfernen.
Nachträgliche Beschattung im Bestand
Auch bei einem bereits fertiggestellten Wintergarten lässt sich Beschattung meist nachrüsten. Innenliegende Systeme sind dabei am einfachsten zu montieren, außenliegende Markisen erfordern häufig zusätzliche Befestigungspunkte an der Dachkonstruktion.
Beschattungssysteme im Vergleich
| System | Lage | Reduktion Sonneneinstrahlung | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Markise | außen | 80–90 % | Nachrüstbar, wetterabhängiger Einsatz |
| Rollladen | außen | 80–90 % | Zusätzlich Verdunkelung & Wärmedämmung |
| Plissee | innen | 5–45 % | Passt sich schrägen Glasflächen an |
| Jalousien | innen | 5–45 % | Feine Lichtsteuerung über Lamellen |
| Sonnenschutzfolie | am Glas | k. A. | Günstig, aber schwer rückgängig zu machen |
Reduktionswerte für außen-/innenliegenden Sonnenschutz laut Umweltbundesamt. Für Sonnenschutzfolie liegt keine vergleichbare UBA-Angabe vor („k. A." = keine Angabe).
Sie planen einen neuen, ganzjährig nutzbaren Wintergarten? Auf unserer Seite Wohnwintergarten Köln erfahren Sie, wie Beschattung schon in die Planung einfließen sollte.
Häufige Fragen zur Beschattung
Ist außenliegende oder innenliegende Beschattung wirksamer?
Außenliegender Sonnenschutz ist deutlich wirksamer: Laut Umweltbundesamt hält er 80–90 % der Sonneneinstrahlung ab (Abminderungsfaktor FC 0,1–0,2), während innenliegende Systeme wie Rollos nur 5–45 % erreichen. Der Grund: Innenliegende Beschattung hält die Sonnenenergie erst zurück, nachdem sie bereits durch das Glas in den Raum gelangt ist.
Welche Beschattung eignet sich am besten für einen Wohnwintergarten?
Für ganzjährig genutzte Wohnwintergärten empfiehlt sich in der Regel eine außenliegende Beschattung wie eine Wintergartenmarkise oder ein Aufdach-Rollladen, kombiniert bei Bedarf mit innenliegenden Plissees für die Feinregulierung von Licht und Blendschutz.
Kann ich eine Beschattung nachträglich in meinen Wintergarten einbauen?
Ja, eine nachträgliche Beschattung ist bei den meisten Wintergärten möglich – von innenliegenden Plissees und Jalousien, die sich einfach montieren lassen, bis zu nachgerüsteten Markisensystemen. Bei bestehenden Konstruktionen sollte vorab die Statik der Aufhängepunkte geprüft werden.
Wie kann man einen Wintergarten beschatten?
Grundsätzlich stehen zwei Wege offen: außenliegende Systeme wie Markise oder Aufdach-Rollladen, die die Sonne schon vor der Verglasung abfangen, oder innenliegende Systeme wie Plissee und Jalousie zur Feinregulierung von Licht und Blendschutz. Für den besten Effekt gegen Aufheizung empfehlen wir außenliegende Beschattung als Hauptschutz, ergänzt um innenliegende Systeme nach Bedarf.
Was tun, wenn mein Wintergarten schwitzt?
Kondenswasser an der Verglasung entsteht meist durch mangelnde Luftzirkulation in Kombination mit Temperaturunterschieden. Regelmäßiges Stoßlüften hilft kurzfristig, langfristig schafft eine automatische Lüftungslösung oder ein Feuchtigkeitsmanagement Abhilfe. Beschattung wirkt hier indirekt mit: Wer Aufheizung tagsüber vermeidet, reduziert auch die nächtliche Kondensation.
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